Der Weg zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Der Weg zum Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Jedes Jahr steht sie an: Die Einkommenssteuererklärung und die Buchprüfung Gut, wenn man dann einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer hat, der mit seinem Wissen tatkräftig zur Seite steht. Doch was genau machen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer, und welcher Ausbildung bedarf es?

Ausbildungs- und Studienwege

Zunächst einmal gehört der Steuerberater zur Gruppe der freien Berufe und unterliegt nicht der Gewerbeordnung. Steuerberater helfen in Steuerangelegenheiten, treten in finanzgerichtlichen Prozessen auf und beantworten betriebswirtschaftliche Fragen. Steuerberater können selbständig arbeiten oder in einem Angestelltenverhältnis beschäftigt sein. Meistens schließen sich einige Steuerberater zu einer Agentur zusammen. Der Tätigkeitsbereich wird in Deutschland im Steuerberatungsgesetz und der Durchführungsordnung geregelt.

Der Steuerberater ist eine bundeseinheitlich geregelte Weiterbildung und kann in Vollzeit-, Teilzeit- oder in Wochenendform absolviert werden. Steuerberater gemäß § 3 StBerG, kann derjenige werden, der als Rechtsanwalt zugelassen ist oder jemand, der eine Steuerberaterprüfung gemäß dem Steuerberatungsgesetz § 37, bestanden hat.

Eine andere Möglichkeit als Steuerberater von der Steuerberaterkammer bestellt zu werden, ist eine Berufsausbildung. In diesem Fall muss zunächst die Ausbildung zum Steuerfachangestellten absolviert werden. Nach 7 jähriger beruflicher Tätigkeit kann man die Prüfung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter ablegen. Bei bestandener Prüfung erfolgen schlussendlich das Steuerberaterexamen und die Bestellung von der Steuerfachkammer zum Steuerberater.

Der Wirtschaftsprüfer

Anders als Privatpersonen, die ihre Buchführung selbst überprüfen können, müssen Unternehmen Wirtschaftsprüfer für ihre Buchprüfung engagieren. Der Wirtschaftsprüfer ist nicht nur ein sehr vielfältiger Beruf, sondern auch ein öffentliches Amt. Wirtschaftsprüfer prüfen unter anderem die ordnungsgemäße Buchführung eines Unternehmens und überprüfen den Jahresabschluss auf Richtigkeit. Sie können aber auch als Sachverständige oder Gutachter in der wirtschaftlichen Betriebsführung eingesetzt werden, z.B. um eine Unternehmensbewertung abzugeben.

Der Wirtschaftsprüfer muss einige Berufspflichten erfüllen, wie z.B. Unabhängigkeit, Unparteilichkeit, Unbefangenheit, Verschwiegenheit, Gewissenhaftigkeit oder berufswürdiges Verhalten. Der Beruf des Wirtschaftsprüfers ist eine berufliche Weiterbildung mit bundeseinheitlichen Prüfungsrichtlinien und knüpft in der Regel an ein wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium an. Inzwischen gibt es auch einige Hochschulen, die den Studiengang in Wirtschaftsprüfung anbieten, als Bachelor- oder Masterstudiengang. Einzelne Hochschulprüfungen können laut WPO (Wirtschaftsprüfungsordnung) einige Teile der Wirtschaftsprüferprüfung ersetzen oder die Prüfung verkürzen.

Bild: © DWP – Fotolia.com

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